www.Schwerteln.de : Glossar.Krumphau Letzte Änderung: February 11, 2008, at 10:05 PM

Krumphau
Letzte Änderung: February 11, 2008, at 10:05 PM von Elmar

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Die Schwertler meinen:

Meisterhau aus dem System Liechtenauers mit gekreuzten Händen, der quer zur Angriffsrichtung geschlagen wird. Mit dem Krumphau wird einem gegnerischen Ober- oder Unterhau begegnet, wobei die Meister einhellig betonen, dass es wichtig ist, aus der Linie auf die Seite des Angriffs nach außen zu treten. Die Richtung des Haus ist der der Körperbewegung entgegengesetzt, geht also zurück nach innen in die Linie.

Bereits die alten Meister unterscheiden zwei Arten des Krumphaus:

  1. Der Hau erfolgt auf die Hände.
  2. Der Hau trifft die gegnerische Klinge und drückt diese nach unten.

Der Krumphau von rechts ist mit der langen Schneide beschrieben, der von links mit der kurzen. Bei Talhoffer1467: t19 wird davon abweichend von rechts mit der kurzen Schneide auf die Fläche geschlagen, möglicherweise um den folgenden Angriff mit der langen Schneide führen zu können. Das GNM3227a zu guter Letzt empfiehlt ein Hauen mit der Fläche.

Als Ausgangspunkt kommen die Schrankhut in Frage (welche z.B. Ringeck auf 51v extra dazu definiert, ebenso Danzig 17r ), weiter Vom Tag (auf der Schulter) (ebenfalls 17r), bei Meyer aber auch die Nebenhut. Der Krumphau endet in natürlicher Weise in der jeweils entgegengesetzten Schrankhut.

Der Krumphau bricht traditionell den Ochsen, aber auch den Alber.

Joachim Meyer weist an einer Stelle darauf hin, dass eigentlich alle Haue mit gekreuzten Händen (also auch der Schielhau) Krumphäue genannt werden.

Die Schriften benennen weiter mit dem Kurtzhau noch einen Fehler aus dem Krumphau: Man tue, als wolle man mit dem Krumphau versetzen, schlage dann aber unter dem gegnerischen Schwert hindurch, und wechsle so auf die andere Seite durch. Von hier sticht oder schlägt man nach Kopf oder Hals. (Ringeck und Meyer winden im Gegensatz zu Danzig vorher noch das Gehilz nach oben.)

Marcel Dorfer meint:

krumphau, krumhaw: Ein fast waagerecht geführter hau, der mit überkreuzten Händen geschlagen wird. Über links und rechts möglich.

André Schulze meint:

Krum, Krumphau: Der krumme (gekrümmte) Hau, der die Angriffslinie kreuzt. In der Regel mit überkreuzten Händen ausgeführt, er trifft mit der kurzen Schneide (19. 20).

Quellenverweise:


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Juli 2010: DVD Langes Schwert Teil 2 von Alex Kiermayer und Hans Heim

Juli 2010: Der Königsegger Codex herausgegeben von André Schulze

Januar 2009: Dierk Hagedorns Transkription und Übersetzung des Peter von Danzig

Mai 2008: Wolfgang Abarts Lebendige Schwertkunst